Hintergrundbelastungen und Gesundheitsentwicklung der Bevölkerung Perspektiven der Basis des Therapeutischen Hauses
Alle Therapeuten, die mit Menschen zu tun haben, die Mangelerscheinungen zeigen, haben es mit Immun- und Leistungsschwächen zu tun, die wir als Störungen der Reaktions-, Regulations- und Kompensationsfähigkeit bezeichnen. Wenn man die letzten Jahre gedanklich Revue passieren läßt und sich überlegt, was den Menschen heute im Gegensatz zum Menschen vor 10, 15 oder 20 Jahren kennzeichnet, dann fällt im wesentlichen ein Kernstück auf:
Ein Hilfesuchender kam früher zu uns wegen seiner Allergie oder wegen seiner Hüftbeschwerden oder seiner Darmproblematik. Heute jedoch kommt er wegen seiner Allergie und seiner Hüftbeschwerden und seiner Darmproblematik. Mit anderen Worten: Aus einem mehr monofaktoriellen Geschehen ist eine zunehmend multifaktorielle Belastung geworden. Das multi-faktorielle pathogene Geschehen und die Summation verschiedener pathogener Energien heute kennzeichnen eine gravierende Abnahme der allgemeinen Volksgesundheit. Dies zeigt, in welchem Ausmaß die Reaktions-, Regulations- und Kompensationsfähigkeit des einzelnen gesunken ist, und dies zeigt den Anspruch und den Bedarf an einem wirklich kon-sequenten ganzheitlichen Behandlungsansatz auf.
Das beginnt schon mit den Müttern. Sie haben eine wesentlich höhere Vergiftungsrate, als ihre eigenen Mütter hatten. Dadurch steigt die mesenchymale Belastung ihrer Kinder. Das geht weiter über die vielschichtigen Belastungen der Kinder durch Impfnoxen und das aus biologischen Gesichtspunkten vielfach sehr bedenkliche Impfverhalten (Paradebeispiel ist die BCG-Impfung im Alter von drei Tagen mit Rindertuberkulose-Serum - mit Zunahme milchallergischer Reaktionen und der Entwicklung der Neurodermitis), und es geht weiter mit der Verabfolgung hochwirksamer Allopathika wie Antibiotika, Valium etc. bereits schon in jüngsten Lebensjahren. Und auch die Einflüsse von Streßsituationen und der Reizüberflutung gehen an den Kleinkindern nicht spurlos vorüber.
Das therapeutische Verhalten der meisten schulmedizinisch orientierten Kinderärzte (die raschen Gaben von Antibiotika schon bei geringen Anlässen) bewirkt den Weg in die manifeste Dysbakterie der Darmflora und die daraus resultierenden Ausleitungs- und Schleimhautschwächen. Fehlernährung, die “süßesten Verführungen, die es je gab”, einseitige Mangelernährung mit Fast- oder Junk-Food sind weitere Stationen der zunehmenden Schwä-chung der Ausleitungsorgane bei zunehmender Intoxikationslage durch Umweltbelastungen. Die Folge ist eine defizitäre Stoffwechsellage mit daraus resultierender Vitalitätsminderung, Reduktion der Immunaktivität und Entwicklung von immunabhängigen Erkrankungen wie z.B. der allergischen Diathese bis hin zum multiallergischen Geschehen. Hierdurch dann wiederum erneute Immunitätsminderung, die Wege in die mykotischen Belastungen der Schleimhaut sind vorgeprägt.
Man könnte eigentlich schon so weit gehen, eine Checkliste der Belastungen aufzustellen, in welcher ma von vornherein ankreuzen könnte: darmbelastet, immunitätsschwach, leistungsschwach, konzentrationsschwach, allergische Reaaktionsbereitschaft, Impfbelastung, erbtoxische Belastung usw. usw.
Daß hieraus resultierend natürlich die Leistungen in Schule, Ausbildung und Beruf sinken, daß sich hieraus resultierend auch gerade bei jungen Menschen zunehmend psychische Ungleichgewichte entwickeln, die bei dem einen zu Suchtverhalten, bei dem anderen zu Verweigerungen führen, ist eigentlich nur verständlich. “Null Bock auf nichts” ist auch eine Form von Streßkompensation. Oder anders formuliert: Streßkompensation - ja wie denn?
Daß dadurch die energetische Feinregulation zunehmend in Mitleidenschaft gerät, daß sich schließlich anwachsende systemische Belastungen ergeben, ist nur eine Frage der Einwirkungsdauer. Und da dies nun an mehreren Geweben und Organen geschieht (Schleimhaut, lymphatisches System, Ausscheidungssysteme wie Niere und Leber, hormonelle Dysregulation), sind den übergreifenden Reaktionen, wie das in der Fünf-Elemente-Lehre sehr deutlich aufgezeigt wird, Tür und Tor geöffnet.
Die Entwicklung chronischer Krankheitsprozesse an mehreren Organsystemen gleichzeitig ist vor diesem Hintergrund erklärlich und verständlich.
Dieses multifaktorielle Geschehen kann nicht durch eine simple Befragung in der Praxis (Anamnese) geklärt werden. Auch eine rein schulmedizinische Diagnostik durch Laborunter-suchungen, Palpation, Perkussion etc. ist hierzu nicht in der Lage. Es verlangt zwingend den Einsatz eines konsequenten diagnostischen Konzeptes, welches sich mit der individuellen Gesamtbelastung des einzelnen befaßt.
Somit ist die Beachtung des Konzeptes des Therapeutischen Hauses zu fordern und die Einbeziehung dieses Konzeptes in den konsequenten Therapieplan.
Das Therapeutische Haus ist ein gedankliches Modell, das neben einer konsequenten Diagnose- und Therapiesystematik in der Praxis auch die Berücksichtigung der Grundpfeiler beinhaltet, auf denen die Gesundheit beruht. Aus ihnen bauen sich der Stoffwechsel, die Vitalität und die Grundstruktur auf. Nur durch die Beachtung von Essen, Trinken, Hautpflege, Schlafen, Bewegung und des psychosozialen Umfelds ist eine umfangreiche Behandlung denkbar und durchführbar.
Zu dieser Thematik ist im Jopp-Verlag, Wiesbaden, ein Buch erschienen. Titel: “Bioenergie-Therapie”, Autoren Martin Keymer, Norbert O. Schmedtmann, Reinhold D. Will. Bestell-Nr. ISBN 3-926955-83-X, Preis DM 19,80
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