Monats-Archiv für Juni 2011

Forscher: Weitere EHEC-Welle droht

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nach Salat, Tomaten, Gurke & Co. wurden nun Sprossen als Übeltäter für die EHEC-Erkrankungen ausgemacht.

Obwohl in den letzten Wochen wohl keiner mehr Sprossen gegessen hat, melden die norddeutschen Gesundheitsbehörden weiterhin neue EHEC-Erkrankungen.

Am 21. Juni war im NDR ein Beitrag zu hören, in dem berichtet wurde, wie die Reinigung der Abwässer durch die Kläranlagen zu bewerten ist. Zu diesem Thema kam auch der Biologe und Abteilungsleiter des Lübecker Zentralklärwerks, Enno Thyen, zu Wort. In dem Bericht hieß es: „(…) Ein Rechen entfernt zunächst die groben Verunreinigungen. Wenn hier EHEC-Keime vorhanden sind, ziehen sie zunächst zu den nächsten Filterstufen. Dort sinkt die Keimbelastung um den Faktor 1.000, vor allem weil Schwebeteilchen aus dem Wasser entfernt werden. So sind am Ende zwar weniger Bakterien im Wasser, aber Keime verschwinden nicht vollständig. Bei normalen Coli-Bakterien ist das laut Thyen kein großes Problem, weil das Sonnenlicht und niedrige Temperaturen dafür sorgen, dass sich die Konzentration weiter verringert. “Aber dieser EHEC-Keim ist ein bisschen widerstandsfähiger. Also wir müssen damit rechnen, dass der draußen etwas länger überlebt”, sagt der Biologe. (…)“

Der Leiter des Instituts für Mikrobiologie und Hygiene des Universitätsklinikums Schleswig-Holstein, Werner Solbach, erklärt, dass der Keim auch durch genesene EHEC-Patienten in Umlauf gehalten werde, die den Keim auch weiterhin ausscheiden würden. Dies würde zwar nach einer gewissen Zeit aufhören, aber bis dahin könne der Keim durch Schmierinfektionen weiter verbreitet werden. Laut Aussage des Mikrobiologen können selbst Menschen, die nie an EHEC erkrankt waren, den Keim weiter verbreiten. “Symptomlose Dauerausscheider”, nennt sie der Mikrobiologe.

In Spiegel Online vom 23.06.11 stand zu lesen: „(…) Das Umweltbundesamt hatte zuvor vor Panikmache gewarnt. “Dass nun in einem Fluss mit Abwassereinfluss ein Ehec vom Ausbruchsstamm nachgewiesen werden konnte, ist nicht überraschend”, hatte der Präsident des Amtes, Jochen Flasbarth, mitgeteilt. “Abwasser enthält immer auch Krankheitserreger, vor allem von solchen Krankheiten, die in der Bevölkerung gerade grassieren.” Die meisten Kläranlagen können Keime nicht vollständig eliminieren (…)

Weiter heißt es: “(…) Im Ablauf einer Kläranlage wird man immer Keime finden”, sagte Ulf Theilen, Dozent für Siedlungswasserwirtschaft an der Technischen Hochschule Mittelhessen. Die herkömmlichen Anlagen würden Ehec-Erreger nicht zurückhalten. Das “gereinigte Abwasser” enthalte eine gewisse “Rest-Verunreinigung”. Dazu gehörten auch E. coli-Bakterien, zu denen Ehec zählt. (…)”

Hierbei ist zu bedenken, dass es bei einem durch eine Darmerkrankung oder Antibiotikagaben vorgeschädigten Organismus nur 10 – 50 EHEC-Keime bedarf, um eine Erkrankung auszulösen, da dieser hoch pathogen ist! Normalerweise bedarf es bei anderen Darminfektionen über 1 Mio. Keime …

Doch die Beruhigung folgt auf dem Fuß. Weiter unten steht da zu lesen: “(…) Trinkwasser ist dagegen eine sichere Quelle zum Durstlöschen: Trinkwasser wird aus Grundwasser bezogen, das in Wasserwerken aufbereitet wird. Es muss den Normen der Trinkwasserverordnung entsprechen. Keime wie E. coli-Bakterien dürfen nicht enthalten sein - andernfalls müssen sie nach Angaben des Umweltbundesamts abgetötet werden. “Trinkwasser aus größeren öffentlichen Versorgungen ist sehr sicher vor Ehec”, so die Behörde. (…)”

Na, wenn das keine überzeugende Aussage ist!!! Wo doch, wie zuvor gehört, die Wasserwerke die EHEC-Keime wegen ihrer Resistenzen nicht vollständig entfernen können, ja wegen der Antibiotika-Rückstände sogar noch resistenter werden. Und eingedenk der Tatsache, dass Grundwasser oder Wasser aus Talsperren dem aufbereiteten Abwasser (auch Ihrer Toilettenspülung!) nur so viel beigemischt wird, bis die momentan gültigen Grenzwerte erreicht sind, aber auch die Grenzwerte für Coli-Keime. Pech ist eben nur, dass EHEC besonders aggressiv und pathogen ist und sich anders verhält als der Grenzwert für Coli-Keime!

Weiter heißt es: „Hygiene bleibt die beste Waffe gegen EHEC“ (…) „Das beste Mittel gegen eine zweite EHEC-Welle sei es, weiterhin die Hygieneregeln einzuhalten – also sich häufig die Hände zu waschen (…)”

Ein weiterer Trugschluß, denn auch dies wirkt nur bedingt. Wirklich helfen würde die flächendeckende Aufstellung von Behältern mit Handdesinfektionsmittel, doch die müßten dann auch genutzt werden, vor allem in allen öffentlichen Toilettenanlagen (s. hierzu auch den offenen Leserbrief von Dr. Peter Kreisl an die SZ, den wir in unserem letzten Beitrag: “EHEC - Grund zur Sorge oder Panikmache?” veröffentlicht haben).

Wenn Sie noch ein Argument gebraucht haben, um sich ein Umkehr-Osmose-Gerät anzuschaffen, wie z. B. das Aqua-vitalis nach Martin Keymer, um Ihr Trinkwasser in reines, vitales Wasser aufzubereiten, dann haben Sie es nun bekommen und sollten sich und Ihrer Familie zuliebe umgehend handeln!

gez. Martin Keymer

Quellen:
http://www.ndr.de/regional/ehec715.html
http://www.spiegel.de/wissenschaft/technik/0,1518,769946,00.html

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EHEC - Grund zur Sorge oder Panikmache?

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

nachdem ich nun mehrfach auf das Thema EHEC angesprochen worden bin, möchte ich meine Gedankengänge diesbezüglich darlegen.

Grundsätzlich gilt: Trotz aller Hysterie, die in den Medien verbreitet wird, dürfen wir nicht vergessen, dass Enterohämorrhagische Escherichia coli (EHEC) alte Bekannte sind, die schon immer existiert haben und vor allem in der Pädiatrie und der Geriatrie bekannt sind.

Das Problem dieser Coli-Keime ist für die Schulmedizin im Wesentlichen, dass Antibiotikabehandlungen definitiv nicht zu empfehlen sind, weil die Resistenzbildung des Bakteriums sehr hoch ist. In schulmedizinischen Kreisen wird daher offen darüber diskutiert, dass Antibiotikatherapien hier sogar eher kontraindiziert sind, da sie die Ausgangslage des Patienten durch die Schädigung der Darmflora sogar noch verschlechtern.

Auch ist es somit kein Wunder, dass dieser Erreger vor allem im Abwasser und kontaminiertem Trinkwasser verbreitet ist und natürlich auch über Exkremente verbreitet wird. Gerade hier findet er einen wahren Pool an Substanzen, z. B. Antibiotikarückstände im Abwasser, um Resistenzen auszubilden.

Dr. Peter Kreisl warnt in diesem Zusammenhang besonders Frauen eindringlich davor, öffentliche Toiletten zu benutzen. Hierin sieht er die einzige Erklärung dafür, warum gerade Frauen so signifikant häufig betroffen sind, weil Bakterien nicht geschlechtsspezifisch infizieren. Die allseits bekannten unhygienischen Verhältnisse öffentlicher Damentoiletten und die Tatsache, dass das Händewaschen erst nach dem Toilettenbesuch möglich ist, sieht er als Hauptansteckungsquelle - und nicht rohes Gemüse oder ähnliches! (Siehe hierzu auch den unten stehenden Leserbrief von Herrn Dr. Kreisl an die SZ!)

Zunächst ist eines klar: Wie bei allen Darmbakteriumserkrankungen ist die Voraussetzung einer Erkrankung eine definitive Schwäche der bakteriellen Besiedlung des Darms und des Darmwandlymphatikums. Per se kann man also sagen, dass jeder EHEC-Infizierte nach einer Infektion dringend einer umfangreichen Darmsanierung bedarf, da sich in überdeutlicher Weise zeigt, dass die Darmflora eben nicht in Ordnung ist.

Desweiteren ergibt sich hieraus, dass in der Akutsituation der Erkrankung der Patient zu behandeln ist wie bei einer akuten bakteriellen Infektion mit der daraus entsprechenden Therapiesystematik:

  • Zunächst die Therapie mit der Ampulle Bacterium coli, Testkasten Darm/Leber/Fäulnis/Gärung, Reihe 1, Ampulle 1, da es sich hierbei um eine Multiampulle von Coli-Erregern handelt, die die Balance der Coli-Bakterien wieder herstellt. Klassisch über Ai in hoher Verstärkung mit langer Therapiezeit zwingend auf Original Bioresonanz-Öl und -Tropfen.
  • Zusätzlich die intensive Therapie mit dem Stuhl selbst.
  • Ansonsten gilt es symptomorientiert vorzugehen, speziell eben auch über die Organ-Unterkästen speziell Metall / Dickdarm, Feuer / Dünndarm und den gesamten Lymphampullen
  • In der Akutinfektion Kontrolle auch von Meridian und Element
  • Intensiver Einsatz der Dämpfungsampullen
  • Einsatz der Katalysatoren der zentralen Steuerung, um der hervorgerufenen Hysterie zu begegnen
  • Intensive diätetische Maßnahmen - und hier insbesondere Meidung der Allergene und vor allen Dingen Meidung des raffinierten Weißzuckers sowie der denaturierten Kost

Wie bei allen Darmerkrankungen ist der Krankheitsverlauf ziemlich heftig und die Patienten fühlen sich sehr krank. Dies ist nicht zu ändern, aber Sie können zumindest die Angst herausnehmen: es gibt keinen Grund zur Besorgnis, der die PR gesteuerte Hysterie rechtfertigen würde.

Problematisch ist dieser Erreger vor allem für kleine Kinder mit mangelhaft entwickelter Darmflora oder für ältere Menschen speziell unter Antibiose - wie üblich.

Die eigentliche Problematik liegt in dem Zusatz ‚hämorrhagisch’, sprich, dass dieser Erreger mit seinen Toxinen die roten Blutkörperchen angreift. Daraus resultiert eine intensive Unterstützungstherapie der Milz, um die anflutenden, abgestorbenen Blutkörperchen zu eliminieren und die sich daraus ergebende Entgiftungsproblematik, speziell über die Entlastung über Leber und Niere.

Ebenfalls gilt es auch an den erneuten Aufbau des Blutes zu denken, sprich eine ausreichende Versorgung mit Mikro- und Makronährstoffen, mit Mucor javanicus zur Stabilisierung der Zellmembran der roten Blutkörperchen und mit Zellbausteine-Komplex.

Medikamentös gilt es, antiinflammatorisch zu medikamentieren und eben ausgleichend in Bezug auf die Mikro- und Makronährstoffe. Auch an effiziente Mikroorganismen ist in der Akutsituation zu denken.

Viel Erfolg bei der Therapie und nehmen Sie Ihren Patienten bitte die Angst, denn „Angst essen Seele auf“ - ein genialer Filmtitel.

Mit kollegialen Grüßen

Martin Keymer

Offener Leserbrief von Dr. Peter Kreisl an die Süddeutsche Zeitung zum Artikel “Das Rätsel von Lübeck” SZ vom 3. Juni 2011 Seite 2:

“Der Fall Lübeck, bei dem 34 Frauen ein 3-tägiges Seminar besuchten in dessen Verlauf sich 8 Frauen mit EHEC infizierten, weist laut und deutlich darauf hin, dass die Ausbreitung der Infektion keineswegs über den Verzehr kontaminierter Lebensmittel erfolgt. Die Tatsache, dass die betroffenen Frauen über 3 Tage hinweg intensiven Kontakt untereinander hatten, dass nur Frauen erkrankt sind, sowie die erfolglose Suche nach denErregern in Restaurantspeisen weist deutlich daraufhin, dass die Infektionsausbreitung von Mensch zu Mensch erfolgt.

Es ist offensichtlich, dass als Ort der Ansteckung sehr wahrscheinlich in erster Linie öffentliche Frauentoiletten in Frage kommen. Da es sich beim EHEC-Erreger um ein Darmbakterium handelt, ist unmittelbar klar, dass eine massive Verbreitung dort stattfindet, wo eben natürlicherweise Darmbakterien in größeren Mengen freigesetzt werden.

Desweiteren legen die spezifischen Verhältnisse öffentlicher Toiletten, bei denen das Händwaschen erst außerhalb der Toilettenkabine möglich ist, diese Vermutung mehr als nahe.

Die Behörden sind dringend aufgefordert, umgehend und flächendeckend öffentliche Frauentoiletten zu desinfizieren.”

Dr. Peter Hans Kreisl
Biochemiker
93483 Pösing

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