Im Deutschen Ärzteblatt wurde ein hervorragender Beitrag zur Fehlentwicklung des vielgepriesenen Gesundheitssystems der neuen Zeit (seit Aufbau der Sozialsysteme durch Bismarck) von Prof. Dr. med. Dr. phil. Klaus Dörner, Hamburg veröffentlicht (Deutsches Ärzteblatt 2002; 99: A 2462–2466 [Heft 38])
Nachfolgende Zitate mögen Sie vielleicht motivieren, den untenstehenden Link zu öffnen und diesen Artikel in einer stillen Stunde intensiv zu lesen - es lohnt sich:
“Man kann unendlich viel für seine Gesundheit tun. Das hat aber nicht viel, oft sogar gar nichts damit zu tun, ob und in welchem Maße man sich als gesund empfindet – und Letzteres zählt. Der Begriff „Gesundheit“ entzieht sich – wenn man einmal von der platten Floskel der Weltgesundheitsorganisation (WHO) vom Zustand vollständigen Wohlbefindens absieht – weitgehend einer Definition. Schon die Frage nach ihr kann sie beeinträchtigen oder zerstören, wie dies für ähnlich sensible Gebilde wie Vertrauen, Liebe, Gnade, aber auch zum Beispiel für den Schlaf oder die Sättigung gilt.”
(…)
“Der Wettbewerb zwingt zur Erschließung neuer Märkte. Das Ziel muss die Umwandlung aller Gesunden in Kranke sein, also in Menschen, die sich möglichst lebenslang sowohl chemisch-physikalisch als auch psychisch für von Experten therapeutisch, rehabilitativ und präventiv manipulierungsbedürftig halten, um „gesund leben“ zu können. Das gelingt im Bereich der körperlichen Erkrankungen schon recht gut, im Bereich der psychischen Störungen aber noch besser, zumal es keinen Mangel an Theorien gibt, nach denen fast alle Menschen nicht gesund sind.” (…)
Ich möchte mich für den Mut von Prof. Dörner bedanken und meine Verwunderung darüber zum Ausdruck bringen, daß dies tatsächlich im Deutschen Ärzteblatt veröffentlicht wurde.
gez. Martin Keymer
Link zum gesamten Beitrag:
www.aerzteblatt.de
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