Monats-Archiv für August 2003

Vorverkleisterte Stärke in Schilddrüsendauermedikation bei einer Weizenallergikerin

Therapiebericht von Sven Hellwinkel, prakt. Arzt und Referent des I.M.U. College

Welch kriminalistische Fähigkeiten im Umgang mit therapieresistenten Allergikern notwendig sind, weiß inzwischen jeder Kollege. Im vorliegenden Falle handelt es sich um eine Lehrerin (natürlich!), Jahrgang 1946, die mit folgenden Symptomen am 06.05. diesen Jahres in meine Praxis kam: Seit einem Jahr Hautjucken tags wie nachts, schlimmer nach dem Duschen, des weiteren tränende Augen, dicke Hände, Nagelpilz großer Zeh rechts. Verkalkte Schulter mit Bewegungsschmerz ventral rechts. Anamnestisch Hepatitis 1963, Gebärmutterkrebs 1976, Gallenblasenentfernung 1979, Malignes Melanom 1997 linker Unterschenkel (Narbe in Projektion auf den Lebermeridian).

In der Ersttestung fand sich als Lok eine Weizenallergie mit Hauptwirkung auf Abwehr und Dickdarm, als Nr 2 – siehe da und völlig unvermutet – eine Amalgambelastung unter der Goldkrone des Zahnes 47 (Dickdarmmeridian), die fokal wirkt und natürlich Parasiten (Ascaris, Fasciolopsis und Eurytrema), Katalysatoren der zentralen Steuerung, HepatitisB-Virus gekoppelt mit Epstein-Barr Virus, alles auf Leber und Abwehr wirkend.

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Forscher: Mindestens 58 000 Arzneimittel-Tote - mehr als angenommen

Hannover (dpa) - In deutschen Kliniken sterben nach Angaben des Forschers Jürgen Frölich weitaus mehr Menschen durch Arzneimittel als bisher angenommen.

Als Folge unerwünschter Medikamentenwirkungenmüsse mit jährlich 58 000 Todesfällen allein in internistischen Abteilungen gerechnet werden, sagte der Leiter des Instituts für Klinische Pharmakologie an der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) am Freitag. In der Hälfte der Fälle handle es sich um Fehler bei der Medikamentenbehandlung, die potenziell vermeidbar wären.

Frölichs Ergebnisse basieren auf einer norwegischen Studie aus dem Jahr 2001, die er auf Deutschland übertragen hatte. Schätzungen seien bislang von 8000 bis 16 000 Todesfällen in Folge unerwünschterArzneimittelwirkungen ausgegangen, sagte der MHH-Professor, der seine Bewertung in der Fachzeitschrift “Der Internist” veröffentlicht hatte.

Die Risiken der Arzneitherapie würden offenbar erheblich unterschätzt, betonte Frölich. Auf internistischen Stationen der Krankenhäuser in Deutschland werden nach Angaben des Forschers jährlich rund sechs Millionen Patienten behandelt.

Für die norwegische Studie wurden in einer großen Klinik über einen Zeitraum von zwei Jahren rund 14 000 Patienten einer internistischen Abteilung untersucht. Anhand von Blutproben sei die Arzneimittelkonzentration gemessen worden. Außerdem wurden bei 78 Prozent der gestorbenen Patienten Autopsien durchgeführt. Von den insgesamt 732 Patienten, die während des Untersuchungszeitraums starben, war bei 133 ein unerwünschtes Arzneimittelergebnis festzustellen, das direkt oder indirekt als Todesursache eingestuft wurde. 66 der 133 Todesfälle (= 46,62 %!) wären vermeidbar gewesen, da sie in Folge von Medikationsfehlern - unter anderem falsche Dosierungen auftraten, schrieb Frölich in der Zeitschrift “Der Internist”.

Quelle: dpa

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