Monats-Archiv für November 2001

Hyperaktive Kinder und Ritalin

Ergänzter und aktualisierter Kommentar von Martin Keymer, Heilpraktiker, Emsdetten

Am Dienstag, dem 6. Februar 2001, erschien im Lokalteil des Emsdettener Tageblattes ein Artikel zum Thema “Hyperaktive Kinder und Ritalin”. Der Tenor dieses Artikels äußerte sich bereits schon in der fast menschenverachtenden Überschrift:

“Diabetiker brauchen doch auch ihr Insulin”.

Zunächst leitete der Artikel ein mit dem üblichen Hinweis auf Heinrich Hoffmanns Figur des Zappelphilipps im Struwelpeter, und findet erst dann den Bogen auf den “Experten auf dem Gebiet der hyperaktiven Kinder, den Emsdettener Kinderarzt Dr. Cornelius Rosenfeld.” Dieser weiß zu berichten, daß etwa 3 bis 5% aller Kinder im Grundschulalter hyperaktiv sind, besonders Jungen, und spricht von einer genetisch bedingten Stoffwechselstörung, macht diese genetische Stoffwechselstörung verantwortlich für die starken Konzentrationsschwächen und die schlechten Noten, und dies trotz guter Intelligenz, und rät den Eltern zur Behandlung mit Ritalin. Dieses sei bereits 1944 synthetisiert und 1954 als Ritalin auf den Markt gekommen, es gilt als Klassiker in der Behandlung von hyperkinetisch gestörten Kindern und Jugendlichen.

Im weiteren Verlauf des Artikels äußert Herr Dr. Rosenfeld Verständnis dafür, daß viele Eltern, allein bei dem Gedanken an die medikamentöse Behandlung, eine Abwehrhaltung haben, aber er kann es nicht bestätigen. Wörtlich lesen wir in diesem Zeitungsartikel weiter:

“Wie ein Diabetiker sein Insulin braucht, braucht ein hyperaktives Kind nun mal sein Ritalin.” Richtig angewendet bestünde keinerlei Gefahr einer späteren Abhängigkeit und die Vorteile liegen auf der Hand: Rosenfeld nennt die ausgesprochen gute Verträglichkeit und schnelle Wirksamkeit“ Bereits wenige Stunden nach der Einnahme werden die behandelten Kinder ausgeglichener und aufmerksamer; als Konsequenz verbesserten sich die schulischen Leistungen in der Regel bereits binnen weniger Wochen deutlich. Verhaltenstherapien und autogenes Training, so Rosenfeld, könnten die medikamentöse Behandlung zwar unterstützen, aber niemals ersetzen. Und er fügt hinzu: “Die Theorie, daß bestimmte Nahrungsmittel das Krankheitsbild verschlimmerten, gilt heute als wissenschaftlich längst überholt.”

Die Wirkung dieses Psychopharmakums beruht auf dem Stoff Methylphenidat.

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Amalgamentfernung

Wichtiger Hinweis zur schonenden Amalgamentfernung von Dr. Klaus Eitenmüller, Zahnarzt, Brombachtal

Auf dem Fokaltoxikosenseminar vom 22. bis 23. September 2001 gelang es, speziell für die Humanmediziner, sehr viele Hinweise aus der Zahnmedizin den Teilnehmern zu vermitteln. Es kam zu einem regen Gedankenaustausch, auch zwischen den auf dem Seminar vorhandenen Zahnmedizinern und Humanmedizinern. Einen wichtigen Beitrag hierzu leistete Herr Dr. Eitenmüller, Brombachtal. Er gab folgende Anregung für eine extrem wenig belastende Amalgamentfernung:

Die defekten Amalgamfüllungen sollten mit einer Hartmetallfräse im “roten Winkelstück” unter Wasser- und Luftsprax zerspanend getrennt und dann mit einem Excavator brockenweise “herausgebrochen” werden. Die dabei eingesetzte Absaugung sollte eine Leistung von ca. 250-280 Liter Saugluft pro Minute erbringen.

Bei dieser Methode entsteht kaum Staub, und die Hg-Dämpfe werden minimiert. Nach erfolgreicher Amalgamentfernung läßt man den Patienten in der gleichen Sitzung den Mund mit einer Suspension von einem Teelöffel Alginat auf einen Mundspülbecher Wasser ausspülen. Die Alginatsuspension bindet die feinen Amalgampartikel, die noch im Mund vorhanden sind. Anschließend gut mit reichlich Wasser spülen lassen. Alginat ist ein Pulver, das mit Wasser in einem genau definierten Dosisverhältnis zu einer Abformpaste angerührt wird. Es härtet nach einer gewissen Zeit (ca. 30-50 Sekunden) zu einer zäh plastischen Masse aus, die eine relativ gute Abformqualität hat.

Alginat gibt es in jeder Zahnarztpraxis.

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