Monats-Archiv für Juni 2001

Hält Kosmetik jung?

Ein Auszug aus der Berliner Zeitung “Der Tagesspiegel” vom Sonntag, dem 4. März 2001, kommentiert von Martin Keymer, Heilpraktiker, Emsdetten

Ein Auszug aus der Berliner Zeitung „Der Tagesspiegel“ vom Sonntag, dem 4. März 2001

In der Ausgabe Nr. 17/339 Sonntag, 4. März 2001, im Tagesspiegel auf Seite W 2 lesen wir einen hochinteressanten Artikel zum Thema “Hält Kosmetik jung?” Bei diesem Artikel handelt es sich um eine äußerst gelungene Darstellung von Autorin Claudia Aldenhoven, der zunächst einmal eine für Laien sehr gute Erläuterung der Anatomie und Physiologie der Haut gibt. Sie findet dann nahtlos den Übergang in die verschiedenen Möglichkeiten der Kosmetika, und stellt diese zunächst bis zu den hochentwickelten Kosmetika sehr neutral dar. Interessant wird es dann in der kritischen Auseinandersetzung. Dies möchte ich wörtlich wiedergeben, wenngleich einige Dinge von mir hervorgehoben sind.

“Im Gegensatz zur Standardkosmetik entwickeln die Kosmetiklabore zunehmend Produkte, die den eigentlichen kosmetischen Bereich, die Behandlung der oberen Hautschicht, verlassen und in eine Tiefe vordringen, die eigentlich pharmazeutischen Produkten vorbehalten ist. Zu den so genannten “Cosmeceuticals” gehören Zubereitungen, die Liposomen oder Niosomen beinhalten. Diese kugelförmigen Vehikel sind ursprünglich für das Einbringen medizinischer Wirkstoffe erfunden worden. Die Kosmetik verwendet sie, damit Vitamin E oder Hyaluronsäuren leichter unter die Haut gehen. Dabei dringen die intakten Vehikel nur bis in die Hornschicht vor. Doch erleichtert ihre hornhautquellende Wirkung das Eindringen ihrer transportierenden Wirkstoffe.

Auch ohne hilfreiche Vehikel können kleine fettlösliche Stoffe wie Vitamin E oder A in tiefere Hautschichten gelangen, sofern man sie in größeren Mengen einsetzt. Vitamin E verringert den Abbau von Kollagen und mildert als Radikalfänger die schädlichen Effekte der UVB-Strahlung. In niedriger Dosierung dient es aber vielen Hautpflegen nur dem einen Zweck, dass Fette oder Vitamin A nicht verderben.

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Arzneirückstände und Antibiotika im Abwasser

Aus der Frankfurter Rundschau 44. KW 2000

Untersuchung in Freiburg

Fast jeder schluckt sie - aber nur wenige fragen sich, wo Arzneimittel nach ihrer Einnahme bleiben. Sie werden beinahe unverändert ausgeschieden und gelangen so über die Kanalisation in die Abwässer. Klaus Kömmerer vom Institut für Umweltmedizin und Krankenhaushygiene der Universität Freiburg sagt: “Die medizinische Versorgung mit Antibiotika und Schmerzmittel in einem Krankenhaus oder auch in Privathaushalten führt zu erheblichen Belastungen für die Umwelt.”

Die Abwässer von Kläranlagen enthalten erhebliche Rückstände von Arzneimitteln, Diagnostika und Desinfektionsmitteln, darunter auch Schwermetalle wie Platin und Quecksilber. Ein besonderes Risiko aber stellen nach Ansicht von Kömmerer die Antibiotika dar. “Einige Antibiotika-Wirkstoffe erweisen sich als nicht biologisch abbaubar. Ihre Anreicherung kann im Faulschlamm, in Böden oder auch in Sedimenten zu Resistenzen von Bakterien und damit zu Störungen der biologischen Prozesse führen.” In Freiburg wird nun untersucht, in welchem Umfang es im Abwasser tatsächlich zu einer Ausbildung von Resistenzen kommt, die dann in Kläranlagen und Gewässern erhalten bleiben.

Kömmerer appelliert an die Hersteller, bei Neuentwicklungen von Medikamenten auch diese Umweltaspekte zu berücksichtigen: “Es gibt sehr wohl Möglichkeiten, die Menge von Schadstoffen zu verringern.” In erster Linie müßten weniger Antibiotika verschrieben werden. Viele Behandlungen damit seien schlicht überflüssig.

- ohne Kommentar –

gez. Martin Keymer

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